Marokkanisches Brot – Ein kleiner Überblick
Brot ist aus der marokkanischen Küche nicht wegzudenken. Es wird morgens zum Frühstück gegessen, als Beilage zu Tajines, Suppen und Salaten gereicht, ebenso wie zum Tee oder als Snack zwischendurch.
Hier folgt ein kleiner Überblick über marokkanisches Brot (oder Khboz wie es in der Landessprache heißt) und auch Brötchen. Dazu haben wir euch jeweils unsere Rezepte für die Brotsorten verlinkt.
Marokkanisches Brot – Übersicht
Batbout
Batbout ist ein marokkanisches Pfannenbrot. Das heißt, es wird nicht im Ofen, sondern in einer Pfanne gebacken. Ähnlich wie ein Fladenbrot, nur etwas dicker.
Die Hauptzutaten für Batbout sind Mehl, Hartweizengrieß, Wasser und Hefe.
➔ hier geht es zu unserem Batbout Rezept
Das Batbout Brot kann sehr vielseitig verwendet werden. Mit Honig oder Amlou schmeckt es ebenso wie mit einer herzhaften Füllung, ähnlich wie Pitabrot. Für die Füllung gibt es zahlreiche Rezepte: Mit Hähnchen, Hackfleisch, Thunfisch, Feta oder einfach mit Salat belegt.
Natürlich kann das Pfannenbrot auch als Beilage zu Tajinegerichten gereicht werden.
Batbout lässt sich gut in größeren Mengen zubereiten und für später einfrieren.
Harcha (Marokkanisches Grießbrot)
Das Besondere am Harcha Brot ist, dass es vollständig mit Grieß (Hartweizengrieß) anstatt mit Mehl zubereitet wird. Das gibt dem Brot eine ganz besondere Konsistenz. Weitere Zutaten sind Milch, Butter und je nach Rezept eine Prise Salz, Zucker und Backpulver.
➔ zum Harcha Rezept
Harcha wird zum Frühstück gegessen, aber auch zum Tee oder herzhaft gefüllt als Snack für zwischendurch.
Meloui (Pfannenbrot)
Das marokkanische Pfannenbrot Meloui wird aus einem Hefeteig zubereitet, der in der Pfanne gebacken wird.
Dazu wird der Teig zunächst zu sehr dünnen Teigfladen ausgerollt, dann gefaltet und schneckenförmig aufgerollt. Während des Zusammenfaltens werden die dünnen Teigschichten immer wieder mit etwas zerlassener Butter beträufelt. Und auch hier kommt (wie häufig bei marokkanischem Brot) wieder Grieß zum Einsatz. Dieser wird beim schneckenförmigen Aufrollen des Teiges quasi wie eine Füllung mit eingearbeitet.
Die plattgedrückten Schnecken werden anschließend in der Pfanne von beiden Seiten ausgebacken.
Beim Backen bekommen die Meloui eine knusprige Konsistenz, die ein bisschen an Blätterteig erinnert, und einen herrlich butterigen Geschmack.
Krachel (Milchbrötchen)
Krachel sind süße Milchbrötchen, die meistens zum Frühstück oder zum Tee serviert werden. Das Besondere an diesen Brötchen ist, dass sie zum Beispiel mit Anis, Fenchel oder Orangenblütenwasser aromatisiert werden.
Die marokkanischen Milchbrötchen schmecken gut mit Honig, Marmelade oder Nussaufstrichen. Auch als Beilage zur herzhaften Harira-Suppe sind sie beliebt.
Was passt zum marokkanischen Brot?
Byesar
Auf den ersten Blick sieht Byesar-Püree aus wie Hummus. Doch die marokkanische Version wird nicht aus Kichererbsen gemacht, sondern aus Bohnen.
Das würzige Bohnenpüree eignet sich super als Dip für marokkanisches Brot.
Harissa
Harissa ist eine scharfe Würzpaste aus roten (manchmal auch grünen) Chilischoten, Olivenöl, Knoblauch und Gewürzen.
Harissa eignet sich gut zum Dippen.
Hartgesottene streichen die feurige Paste pur aufs Brot.
Amlou
Die marokkanische Mandelpaste Amlou ähnelt unseren Haselnussaufstrichen.
Sie ist super als Brotaufstrich oder Dip für Brotstückchen geeignet.
Man kann sie ganz leicht aus ganzen Mandeln selbst zubereiten.
➔ Zum Amlou Rezept
Tajine
Auch als Beilage zu Tajinegerichten ist marokkanisches Brot beliebt.
➔ Hier geht es zu unseren Tajine Rezepten